Ist Rindenmulch von der Robinie giftig?

Plorafira

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Hallo allerseits,

wir haben gerade einige Robinienstämme geschält, und da ich auch gerade Heidelbeersträucher gepflanzt habe, wollte ich die abgeschälte Rinde als Mulchdecke drumherum legen. Nun meinte mein Mann, dass die Robinienrinde ja giftig und das deshalb vielleicht keine gute Idee sei. Ich denke, dass es den Pflanzen nicht schadet, aber ich frage nun doch lieber erst hier in die Runde: Ist Rindenmulch von Robinien für Beerensträucher geeignet? Oder sollte ich ohnehin lieber mit der Rinde von Nadelbäumen mulchen?

Herzliche Grüße aus dem Mecklenburger Seenland,
Dagmar
 

Stachelbär

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Ist Rindenmulch von Robinien für Beerensträucher geeignet?
NEIN
Oder sollte ich ohnehin lieber mit der Rinde von Nadelbäumen mulchen?
JA
Stachelbär grüsst zurück

Edith ;) sagt: auf Wunsch von @Plorafira wurde die Antwort ergänzt:

Die giftigsten Teile der Robinie sind Rinde (lebend) und Borke (abgestorben), der Grund sind die eingelagerten Lektine, die vor Insektenfrass und Pilzbefall schützen sollen, was sehr gut funktioniert.

Als Mulch ausgebracht, wirken diese Lektine bis zu derem Abbau, auch gegen Bodenfauna und Pilze im Erdreich.

Wilde Heidelbeeren
insbesondere, aber auch Kulturformen, wie Sorten von Vaccinium corymbosum leben in enger Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen, bzw. streben es an, denn so wird die Nährstoffaufnahme sehr erleichtert – ohne darauf jetzt weiter einzugehen.
Dieses Mykorrizza-Myzel wird aber von den Lektinen aus der Robinienrinde unterdrückt bzw. geschädigt.
Folge: Die Heidelbeerpflanze geht nicht ein, wird aber weniger bis keinen Ertrag bringen.

Das andere Beerensträucher auch Symbiosen mit Mykorrhiza-Pilzen eingehen, ist mir bisher nicht bekannt, aber nicht auszuschliessen.
 
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