Junge kleine Hainbuchenhecke

hoppi

Sämling
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Guten Abend zusammen,

ich hatte schon länger die Idee um unser Gelände Hecke zu pflanzen. Da zum Teil schon Hainbuchenhecke auf unserem Gelände steht und ich festgestellt habe, dass diese hier super zurecht kommt und auch Rückschnitte super vertragen, wollte ich diese nehmen.
Gesagt getan, ich habe einen Bekannten gefragt, welcher Wald besitzt und dort dürfte ich mir die jungen Hainbuchen aus dem Boden ziehen.
Ich habe einen Pflanzenraben angelegt, den Boden ordentlich gelockert und die Plfanzen eingepflanzt und ordentlich gewässert.
Die jungen Pflanzen (ca 30cm groß) lassen die Blätter hängen, teilweise mehr, teilweise weniger.
Nun zu meinen Fragen:
Wie lang brauchen die kleinen Pflanzen zum anwachsen nach dem Umpflanzen? (Haben hier sehr guten Lehmboden, mit 85-99 Bodenpunkten)
Wann muss ich diese das erste Mal zurück schneiden, sodass sie schön dicht werden? (Habe schon mehrfach gelesen, dass man sie sofort nach dem Plfanzen schneiden soll. Aber ist das so Gesund? Ich denke die Pflanze hat schon genug Stress mit dem Anwachsen zur Zeit. Oder sehe ich das falsch?)


Ich freue mich auf eure Antworten.
Mit freundlichen Grüßen
 

Pflanzensammler

Gartenguru
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Wenn ich lese "aus dem Boden ziehen" denke ich zuerst an Wurzelschäden, vlt. auch Rindenschäden. Bei diesen jungen Pflanzen ein Problem da die noch nicht über gut ausgebildetes Wurzelwerk verfügen (können). Ausgraben wäre der bessere Weg gewesen. Nun aber erst einmal Wasser Wasser Wasser ... aber nicht ersaufen! Zurückschneiden lieber nicht!
Vor dem Auspflanzen ist es auch besser die wurzelnackten Pflanzen für einige Stunden in Wasser zu stellen.
Ich würde die in Ruhe lassen, regelmäßig gießen und abwarten.

Als Beispiel:22x22-08:: Kohlpflanzen werden jetzt gepflanzt und lassen erst einmal den Kopf hängen, oft ein jammervolles Bild - aber bei Wassergaben kommen die schnell wieder zu sich. So wird es den jungen Bäumen auch ergehen.
 

Fiducia

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Wenn ich lese "aus dem Boden ziehen" denke ich zuerst an Wurzelschäden, vlt. auch Rindenschäden. Bei diesen jungen Pflanzen ein Problem da die noch nicht über gut ausgebildetes Wurzelwerk verfügen (können). Ausgraben wäre der bessere Weg gewesen. Nun aber erst einmal Wasser Wasser Wasser ... aber nicht ersaufen! Zurückschneiden lieber nicht!
Vor dem Auspflanzen ist es auch besser die wurzelnackten Pflanzen für einige Stunden in Wasser zu stellen.
Ich würde die in Ruhe lassen, regelmäßig gießen und abwarten.

Als Beispiel:22x22-08:: Kohlpflanzen werden jetzt gepflanzt und lassen erst einmal den Kopf hängen, oft ein jammervolles Bild - aber bei Wassergaben kommen die schnell wieder zu sich. So wird es den jungen Bäumen auch ergehen.
Du schreibst, man sollte wurzelnackte Pflanzen einige Stunden in Wasser stellen.. so kannte ich das auch, aber als wir Bäume für unseren kleinen Wald geliefert bekamen, wurde mir davon abgeraten. Nun ist es wohl so, dass manche Bäume nützliche Organismen mitbringen die durch das Stehen im Wasser vielleicht abspülen oder kaputt gehen ? manche brauchen z. B. Pilze zur Unterstützung. Aber auf jeden Fall nach dem Pflanzen kräftig wässern. Bei starken Sonnenschein oder viel Wind mit trockener Luft würde ich, wenn möglich auch schattieren, mit Vlies abdecken oder so. Aber das ist bei einer Hecke wohl eher unpraktisch.
 

Stachelbär

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Dort wo ich ausgebildet wurde und bei anderen Fachleuten wurden nur wurzelnackte Rosen und Bodendecker-gehölze vorher gewässert.
Wir haben auch nur einmal richtig mit Wasser eingeschlämmt, damit die Erdkrumen dicht an der Wurzel anliegen.
Danach wurde mindestens 2 Wochen nicht mehr gewässert, den die Pflanze kann kein Wasser aufnehmen, da sie erst neue Saugwurzeln bilden muss. Das kann je nach Pflanzenart mindestens 2 - 5 Wochen dauern. Ein vorzeitiges "Weiter-Wässern" würde der Wurzel nur schaden.
Habe nicht nur einmal erlebt, dass Kunden ihre neugepflanzte Hecke anschliesend, trotz gegenteiligem Rat, totgewässert haben...
 
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hoppi

Sämling
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Wenn ich lese "aus dem Boden ziehen" denke ich zuerst an Wurzelschäden, vlt. auch Rindenschäden. Bei diesen jungen Pflanzen ein Problem da die noch nicht über gut ausgebildetes Wurzelwerk verfügen (können). Ausgraben wäre der bessere Weg gewesen. Nun aber erst einmal Wasser Wasser Wasser ... aber nicht ersaufen! Zurückschneiden lieber nicht!
Vor dem Auspflanzen ist es auch besser die wurzelnackten Pflanzen für einige Stunden in Wasser zu stellen.
Ich würde die in Ruhe lassen, regelmäßig gießen und abwarten.

Als Beispiel:22x22-08:: Kohlpflanzen werden jetzt gepflanzt und lassen erst einmal den Kopf hängen, oft ein jammervolles Bild - aber bei Wassergaben kommen die schnell wieder zu sich. So wird es den jungen Bäumen auch ergehen.
Nunja, was heißt gezogen. Schon gezogen, allerdings habe ich die Wurzeln soweit es ging mit einer kleinen Pflanzschaufel freigelegt, sodass möglichst viele Haarwurzeln an der Hauptwurzel bleiben.
Gut, dann warte ich mit dem Schneiden der Pflanzen vielleicht bis nächstes Jahr, bis sie richtig angewachsen sind.

Dort wo ich ausgebildet wurde und bei anderen Fachleuten wurden nur wurzelnackte Rosen und Bodendecker-gehölze vorher gewässert.
Wir haben auch nur einmal richtig mit Wasser eingeschlämmt, damit die Erdkrumen dicht an der Wurzel anliegen.
Danach wurde mindestens 2 Wochen nicht mehr gewässert, den die Pflanze kann kein Wasser aufnehmen, da sie erst neue Saugwurzeln bilden muss. Das kann je nach Pflanzenart mindestens 2 - 5 Wochen dauern. Ein vorzeitiges "Weiter-Wässern" würde der Wurzel nur schaden.
Habe nicht nur einmal erlebt, dass Kunden ihre neugepflanzte Hecke anschliesend, trotz gegenteiligem Rat, totgewässert haben...

Danke für diesen Rat. Ich habe die Pflanzen beim einpflanzen einmal eingeschlämmt und danach einmal kräftig gewässert. Wenn du sagst, dass ich diese tot gießen kann, werde ich mit dem Wässern erstmal warten.
Ich habe noch eine Schicht Rindenmulch darauf verteil, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt und ich erhoffe mir, dass das Mulch über längere Zeit gleichzeitig ein organischer Dünger ist.



Danke für Eure Antworten!
Mit freundlichen Grüßen, bleibt Gesund!
 

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So ist das im leben, der eine so andere anders.
Ich bin stets so vorgegangen und kann nicht über Ausfälle klagen! Meine Hecken und Gehölze (alle wurzelnackt gekauft) stehen gesund und munter wachsend auf dem Grundstück, muss eben jeder für sich entscheiden.
Es gibt zu jeder Frage mindestens 2 unterschiedliche Antworten - und alle sind irgendwie richtig!
So soll es sein um eigene Entscheidungen zu finden und Erfahrungen zu sammeln!
 

hoppi

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So ist das im leben, der eine so andere anders.
Ich bin stets so vorgegangen und kann nicht über Ausfälle klagen! Meine Hecken und Gehölze (alle wurzelnackt gekauft) stehen gesund und munter wachsend auf dem Grundstück, muss eben jeder für sich entscheiden.
Es gibt zu jeder Frage mindestens 2 unterschiedliche Antworten - und alle sind irgendwie richtig!
So soll es sein um eigene Entscheidungen zu finden und Erfahrungen zu sammeln!
Nunja, ich werde ein Mittelmaß finden. Ich habe sie seit dem Pflanzen jetzt jeden Tag gewässert. Wie gesagt wir haben Lehmboden, dieser speichert die Feuchtigkeit auch länger. Deswegen werde ich erst ein mal aufhören mit gießen und wenn der Boden trocken wird erst wieder gießen.
 

Stachelbär

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Du bist sicher mit Augenmaß ans Wässern gegangen - Kundenverstehen meist nur "gießen oder nicht gießen" :22x22-emoji-u1f60f: und wenn das umgebende Erdreich vorher ausgetrocknet war, muß man auch die Wassergabe anpassen.
 

Pflanzensammler

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Du schreibst, man sollte wurzelnackte Pflanzen einige Stunden in Wasser stellen.. so kannte ich das auch, aber als wir Bäume für unseren kleinen Wald geliefert bekamen, wurde mir davon abgeraten. Nun ist es wohl so, dass manche Bäume nützliche Organismen mitbringen die durch das Stehen im Wasser vielleicht abspülen oder kaputt gehen ? manche brauchen z. B. Pilze zur Unterstützung. Aber auf jeden Fall nach dem Pflanzen kräftig wässern. Bei starken Sonnenschein oder viel Wind mit trockener Luft würde ich, wenn möglich auch schattieren, mit Vlies abdecken oder so. Aber das ist bei einer Hecke wohl eher unpraktisch.
Neuere Untersuchungen ergaben, dass Waldbäume, also Bäume im Wald ihre Keimlinge und Jungpflanzen pflegen, beschützen und fördern. Das geschieht über Bodenstoffe, Hormone und Pilzgeflechte im Boden.
Jungpflanzen aus dem Wald, woanders hin gesetzt, sind diesem "Kindergarten" entrissen und können sich ohne der "Führsorge" ihrer "erwachsenen Familie" in neuer Umgebung schwer tun.
Jungpflanzen aus der Baumschule haben dieses Problem nicht.
In spezialisierten Betrieben, meist in Nord-Deutschland, wurden aus Saatgut Keimlinge getrieben, die an Aufzucht-Betriebe weitergereicht wurden und schon als 1-jährige oder 2-jährige Pflanzen (Heister) zum Teil in den Endverkauf kommen -
Diese "Waisen" sind robuster im heimischen Garten.
 
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Fiducia

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Ich kannte es auch so, dass angelieferte wurzelnackte Pflanzen, vor allem Bäume , erstmal in einen Trog mit Wasser gelegt wurden. Allerdings war das nicht unbedingt für längere Zeit. Die wurden dann ja möglichst bald gepflanzt oder eingetopft. Bzw. wenn dafür keine Zeit war, erstmal eingeschlagen und gewässert. Auf jeden Fall sollten die frischen Wurzeln bis zum Pflanzen geschützt sein, nicht austrocknen.
Beim gießen , ja da muss man schon aufpassen. Manche Menschen meinen ja immer, viel hilft viel. Aber zuviel ist auch zuviel..
 
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