Pflaumenbaum mit Läusen

Silvia173

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Gestern habe ich meinen Pflaumenbaum geschnitten und dabei gesehen das ganz oben in den Spitzen immer noch Läuse sind.
Der Baum ist relativ jung (evtl 7 Jahre?) hat 2 Sorten Früchte, Zwetschgen und Reneclauden. Jahr für Jahr ist er mit Läusen regelrecht überzogen. Das Foto stamm von diesem Frühsommer. Da der Baum ans Gemüsebeet grenzt kommt spitzen nicht in Frage. Ich versuche dem Baum zu helfen, indem ich die Läuse mit scharfem Wasserstrahl runter sprühe bis die Nützlinge da sind.
Nun frage ich mich kann ich dem Baum was Gutes tun ?
Im Frühjahr war der ganze Garten verlaust, den Baum trifft es immer am härtesten.

Das Schnittgut habe ich gestern aufgesammelt und nicht als Mulch verwendet, das plane ich auch wenn das Laub fällt. Damit Läuse-Eier nicht alle überwinten können. Obwohl vermutlich auch Nützlinge mit dabei sind ?
 

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Maxi

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Unser Pflaumenbaum hat auch jedes Jahr Läuse, ich spritze mit dem Wasserschlauch die meisten runter, habe auch keine andere Lösung wenn man nicht dagegen spritzen will...
 

Silvia173

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Na es hätte ja sein können das man die Pflanze irgendwie stärken kann, das Jemand gute Erfahrungen gemacht hat den Baum mit Brennesseljauche zu gießen...

ich danke Euch Beiden, ein Versuch war es wert :)
 

Stachelbär

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Präparate auf der Basis von Neemöl helfen gut, da sie systemisch wirken – Die Wirkstoffe werden von Blättern und Triebe aufgenommen und in der gesamten Pflanze verteilt – So werden auch versteckt sitzende Läuse erwischt, sobald sie anstechen und saugen.
Alternativ, nur biologisch:
Sehr hilfreich, aber kostenintensiver sind 7-Punkt-Marienkäfer, wenn deren Eier oder Larven in die Krone ausgebracht werden.

Beim Einsatz von Nützlingen gut 6 Wochen nach einer Neemöl-Spritzung abwarten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Silvia173

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Hmm ja das wäre eine Möglichkeit. Da habe ich gar nicht dran gedacht. Die Marienkäfer kommen aber erst nach ein paar Wochen nach Blattaustrieb, da haben die Läuse dann schon Überhand.

Jetzt beim Büsche schneiden habe ich gesehen das die weiße Johannisbeere so von Läusen geschwächt war, das sie keine neuen Triebe gebildet hat. Auch da wäre das wohl eine Hilfe. Alles war im Frühjahr verlaust aber die meisten Pflanzen waren dann irgendwann OK. Aber Pflaume und weiße Johannisbeere halt nicht.

Danke für den Tipp Stachelbär.
 

rosa-vita

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Dem schönen Münsterland
Wenn ich Läuse im Garten habe, lasse ich das meine kleinen Helfer machen:
Vögel und Blattlauslöwen. Letztere werde jetzt nicht mehr so fleißig sein, aber die Vögel freuen sich über die Leckerbissen.
Nichts machen und einfach abwarten.
 

Stachelbär

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Nichts machen und einfach abwarten.
Liess mal
Jahr für Jahr ist er mit Läusen regelrecht überzogen.
Jetzt beim Büsche schneiden habe ich gesehen das die weiße Johannisbeere so von Läusen geschwächt war, das sie keine neuen Triebe gebildet hat.
Die Marienkäfer kommen aber erst nach ein paar Wochen nach Blattaustrieb, da haben die Läuse dann schon Überhand.
Silvia, dann würde ich sofort beim Öffnen der ersten Blätter eine Neemöl-Emulsion gießen.
Die wird mit dem Wasser von den Wurzeln aufgenommen und schwächt die erste Läusepopulation.
Nach 4 Wochen würde ich dann Nützlinge ausbringen.
 

Lavender

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Wir haben auch Massen an Läuse,leider. Das ist so extrem geworden.Liegt hier denke ich daran das wir ebenfalls Ameisenmassen haben auf dem Grundstück.
Du kannst Neemöl verwenden oder eine Mischung aus Schmierseife und Spiritus mit Wasser vermischt. Letzteres nehme ich wenn es zu wild wird.
Ich hab angefangen Lavendel und Kapuzinerkresse unter die Obstbäume zu pflanzen. Das scheint bei uns zu helfen. Jedenfalls war dieses Jahr der Befall auf den Obstbäumen wesendlich geringer,so das die Marienkäfer und deren Larven damit alleine klarkamen.
Letztere hab ich vor 3 Jahren gekauft und ausgebracht. Wir hatten hier nicht einen Marienkäfer.

Zur Pflanzenstärkung kannst du Brennessel nehmen oder auch Ackerschachtelhalm.
 

Silvia173

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irgendwo in der Kölner Bucht
Ja das ist mein neuer Plan fürs kommende Jahr.

Lavendel, Knobi habe ich, aber selbst der Lavendel hatte schon Läuse. Brennessel das wäre auch ein Versuch wert.
Mein Garten liegt sehr geschützt in der Kölner Bucht. Es ist so geschützt das die Stangebohnen überwintert und neu ausgetrieben sind. Das milde Microklima sorgt wohl dafür das auch die Läuse gut über den Winter kommen.
Da hilft es auch nicht das mein Garten mit Gartenmaterial gemulcht ist ( Häksel, Blattmasse, bei heißem trocknen Wetter auch Unkraut), Totholzecke, im Winter verbleiben abgeblühte Stauden auf den Beeten, erst kurz vor Neuaustrieb wird das Material zerkleinert und bleibt im Beet.
Feldwespen wohnen in meinem Gewächshaus und die schwarze Holzbiene ist regelmässig zu Gast. Aber wenn so alles aus dem Gleichgewicht fällt, brauchen manche Pflanzen Hilfe. Diese Hilfe soll nicht so aussehen das der gesammte Garten behandelt wird. Es wird genügend Futter für die Vögel, Marienkäfer und wer sonst noch kommt bleiben.

Ist Ackerschachtelhalm nicht auch ein Spitzmittel gegen Mehltau und giftig ?
 

Heikeaustirol

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Ja das ist mein neuer Plan fürs kommende Jahr.

Lavendel, Knobi habe ich, aber selbst der Lavendel hatte schon Läuse. Brennessel das wäre auch ein Versuch wert.
Mein Garten liegt sehr geschützt in der Kölner Bucht. Es ist so geschützt das die Stangebohnen überwintert und neu ausgetrieben sind. Das milde Microklima sorgt wohl dafür das auch die Läuse gut über den Winter kommen.
Da hilft es auch nicht das mein Garten mit Gartenmaterial gemulcht ist ( Häksel, Blattmasse, bei heißem trocknen Wetter auch Unkraut), Totholzecke, im Winter verbleiben abgeblühte Stauden auf den Beeten, erst kurz vor Neuaustrieb wird das Material zerkleinert und bleibt im Beet.
Feldwespen wohnen in meinem Gewächshaus und die schwarze Holzbiene ist regelmässig zu Gast. Aber wenn so alles aus dem Gleichgewicht fällt, brauchen manche Pflanzen Hilfe. Diese Hilfe soll nicht so aussehen das der gesammte Garten behandelt wird. Es wird genügend Futter für die Vögel, Marienkäfer und wer sonst noch kommt bleiben.

Ist Ackerschachtelhalm nicht auch ein Spitzmittel gegen Mehltau und giftig ?
Ackerschachtelhalm hilft gegen Mehltau vorbeugend, indem es die Pflanzen stärkt. Die auch Zinnkraut genannte Pflanze, weil man wegen ihres Kieselsäuregehaltes damit das Zinn geputzt hat, ist keineswegs giftig, sondern eine wertvolle Heilpflanze, vor allem für Haut, Haare und Nägel. Giftig dagegen ist der Sumpfschachtelhalm, der aber Erstens viel seltener und Zweitens deutlich zu unterscheiden ist, wenn man sich beide Arten einmal anschaut .https://www.gartenjournal.net/sumpfschachtelhalm-unterschied-ackerschachtelhalm
 

sanftgrün

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Ich habe auch Läuse - bei mir ist hauptsächlich der Kirschbaum betroffen.
Wir machen nicht viel. Wenn es zu viel wird, werden die Läuse mit dem Schlauch runter gewaschen. Den Rest machen Nützlinge (bei mir kommen Marienkäfer und auch Florfliegen - wie ihre Larven) und der Baum dann von selbst - der weitere Austrieb ist bei mir dann immer wunderschön.
 

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